Köder, Köderboxen und Fallen für Ratten, Mäuse und Wühlmäuse

Neben der Auswahl des richtigen Köders sind Fallen und Köderboxen wichtig für den Bekämpfungserfolg bei Schadnagern.

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Ratten & Mäuse

Sachkunde für die Rattenbekämpfung und Mäusebekämpfung

Bei der Ausbringung von Bioziden hängt die Sachkundepflicht vom eingesetzten Wirkstoff, dem Anwendungsbereich sowie der Verwenderkategorie ab. Sie ist bei den meisten Produkten aber erforderlich.

  • Biozide

Die gebräuchlichsten Köder zur Ratten- und Mäusebekämpfung sind sogenannte Rodentizide, die als blutgerinnungshemmende Mittel (Antikoagulanzien) innere und äußere Blutungen auslösen. Bei den Antikoagulanzien unterscheidet man Wirkstoffe der 1. Generation von Wirkstoffen der 2. Generation (Tab. 1).

Die Anwendung von Produkten mit Wirkstoffen der 1. Generation durch nicht sachkundige Verwender [z.B. Landwirt ohne Pflanzenschutzsachkunde] in und um Gebäude (Wohnhäuser, Ställe) ist zulässig.

Anwendungen von Antikoagulanzien der 2. Generation und bestimmte Anwendungen von Antikoagulanzien der 1. Generation in offenem Gelände sind ohne Sachkunde nicht zulässig!

Tab. 1: Als Biozid-Wirkstoffe zugelassene Antikoagulanzien

Wirkstoff 1. Generation

Chlorphacinon, Coumatetralyl und Warfarin

Wirkstoff 2. Generation

Brodifacoum Difethialon Bromadiolon Flocoumafen Difenacoum

Antikoagulanzien der 2. Generation zur Ratten- und Mäusebekämpfung in und um Gebäude dürfen nur von sachkundigen Personen angewendet werden. Die Sachkunde nach Pflanzenschutz-Sachkundeverordnung berechtigt zur Anwendung der genannten Präparate.

Die Sachkunde nach Pflanzenschutz-Sachkundeverordnung berechtigt den Landwirt zur Anwendung der genannten Präparate. Ebenso gilt als sachkundig, wer nach Gefahrstoffverordnung (z. B. Schädlingsbekämpfer), nach Tierschutzgesetz § 4 bzw. über die Teilnahme an einer speziellen Schulung ein Zertifikat erworben hat.